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Spende für das Moosdorf Museum Leisnig (monatlich)

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Produktbeschreibung

Gerne können Sie das Moosdorf Museum in Leisnig unterstützen. Mit Ihrer monatlichen Spende fördern Sie z.B. den Ausbau des Museums, die Bewahrung, Pflege und wissenschaftliche Erforschung des Moosdorf-Werkes sowie die Veranstaltung von Lesungen, Führungen und Ausstellungen. Die Höhe Ihrer monatlichen Abo-Spende können Sie mithilfe der Optionsfelder selbst bestimmen und direkt online kaufen.

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Heinz-Detlef Moosdorf (1939 - 2014) war ein bemerkenswerter Maler und Grafiker. In den 1970er Jahren befand sich Moosdorf in einer rastlosen, energiegeladenen Schaffensphase. Er entwickelte ein enormes Arbeitspensum und seinen moosdorf-typischen Stil. Bereits während seiner jungen Karriere erhielt der aufstrebende Künstler hohe Auszeichnungen. So wurde er 1972 an der Seite von Gret Palucca und anderen bedeutenden Kunstschaffenden mit dem wichtigen FDGB-Kunstpreis der DDR für sein Werk „Stahlwerkbrigade“ geehrt. Moosdorf galt als bescheiden, Titel und Preise empfand er als überflüssig, dennoch beflügelte ihn diese Aufmerksamkeit zu Höchstleistungen. Es entstanden zahlreiche bemerkenswerte Arbeiten, darunter viele Grafiken und Gemälde, wie z.B. das Werk „Utopia“.

Am 23. November 1976 sendete Moosdorf im Rahmen der Wolf-Biermann-Ausbürgerung einen selbstverfassten Brief an den Staatsrat der DDR, in dem er seine Empörung ausdrückte und sich gegen die Praktiken des SED-Regimes bekannte. Daraufhin wurde ihm 1977 ein mehrjähriges Arbeits- und Ausstellungsverbot erteilt. Moosdorf musste umgehend sein Atelier im Stahlwerk Gröditz räumen. Vertraute halfen ihm beim Auszug und sicherten die Werke in Moosdorfs damaligem Landhaus. Hier sollten die Kunstwerke viele Jahre unangetastet verbleiben. Das Haus selbst verfiel in einen bedauerlichen Zustand, sodass einige der dort gelagerten Originale aufgrund eindringender Nässe unwiederbringlich zerstört wurden. Nach der deutschen Wiedervereinigung veranlasste der ehemalige Ministerpräsident von Sachsen und Aufsichtsratsvorsitzende des Stahlwerkes Gröditz, Dr. Kurt Biedenkopf, dass die eingelagerten Moosdorf-Werke aus dem baufälligen Gebäude gerettet wurden.

Nach seinem Ausschluss aus dem Kreise der anerkannten DDR-Künstler blieb Moosdorf dennoch eng mit den Menschen der Gröditzer Region verbunden und engagierte sich für verschiedene regionale Kunst- und Kulturprojekte. Um den Kunstschaffenden „Moosi“ entwickelte sich bald ein regelrechter Freundeskreis. Moosdorfs Werk soll nun in einem Museum erhalten werden.

Der Zweck des Moosdorf-Museums ist es, das künstlerische Werk von Heinz-Detlef Moosdorf zu bewahren, der Allgemeinheit zugänglich zu machen und die Bedeutung Moosdorfs als wichtigen deutschen Maler und Grafiker aufzuzeigen. Vom Leben und Wirken des Künstlers sollen neben den bekannten malerischen Werken und Grafiken auch bislang unveröffentlichte Akte, erotische Aquarelle, Karikaturen sowie persönliche Briefe, Gedichte und Notizen erzählen.

In der sächsischen Burgstadt Leisnig entsteht nun das offizielle Moosdorf-Museum. Denn hier verbrachte Moosdorf seinen letzten Urlaub. „Die Mulde ist mein Fluß…“, schwärmte Moosdorf hier, als er sich an seine Kindheit im romantischen Muldental erinnerte. In einem historischen Stadthaus am Leisniger Marktplatz – in der Muldenstraße 1 – findet das Moosdorf-Museum seine Heimat.

Mittelfristig geplant ist ein Museum mit Café, Museumsshop und einem lauschigen Künstlergarten im Hinterhof nach Vorbild des ehemaligen Moosdorf-Refugiums.

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